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(Hundheim) Die Polizei ermittelt, die Bürger sind entsetzt, der Schaden ist hoch: Die Burgruine Baldenau ist mutwillig beschädigt worden. Die Polizei vermutet, dass die gestohlenen Steine aus den Bruchsteinmauern vielleicht demnächst in einem Vorgarten auftauchen.

Diebe haben sich an der Mauer bedient. TV-Foto: Christoph Strouvelle

Hundheim. Die Burgruine Baldenau ist das Wahrzeichen der Einheitsgemeinde Morbach. Die Silhouette der 1689 zerstörten einzigen Wasserburg im Hunsrück ist so charakteristisch, dass sie zahlreiche Logos von Gemeinde und Vereinen schmückt. Und auch Filmregisseur Edgar Reitz drehte dort mehrere Szenen der Filmreihe "Heimat".
Doch derzeit ist das Entsetzen groß, denn offensichtlich hat ein bisher unbekannter Dieb irgendwann im März die obersten Schichten der Mauerreste im Innenhof der Burgruine abgetragen, mit Schubkarren hinausgefahren und abtransportiert. Die Polizei schätzt die Menge auf etwa einen Kubikmeter. "Das sind mindestens 15 Schubkarren", sagt Friedhelm Schabbach (Polizeiinspektion Morbach).

Steine für den Vorgarten

 

"Es ist traurig, dass unser Wahrzeichen so beschädigt wurde", sagt der Morbacher Bürgermeister Andreas Hackethal nach einer Ortsbesichtigung. Die Gemeinde hat wegen der Fotos, die sie bei Trauungen im Innenhof der Burgruine schießt, einen Überblick zwischen dem Zustand im vergangenen Jahr und heute.
Bisher unsichtbare Backsteine, die bei vorherigen Reparaturen verwendet und anschließend mit Bruchstein ummauert wurden, schauen jetzt aus den Mauerresten heraus. Aus einer der übrig gebliebenen hohen Ecken der Rückseite der Burg sind ebenfalls Steine herausgebrochen.
Hackethal hat nach einer Ortsbesichtigung Anzeige erstattet. Mit dabei war auch Steven Klein, Mitglied des Burgvolks Baldenau. Die Gruppe hat sich im vergangenen Jahr gegründet und bereits einige Arbeit in den Erhalt der Burg gesteckt. "Das ärgert uns alle ungemein. Man weiß nicht, was solchen Menschen im Kopf vorgeht", sagt Klein.
Solch ein "Idiot" komme und vernichte alte Bausubstanz. Diese sei mit Techniken aufgebaut worden, die heute nicht mehr bekannt sind. Klein vermisst den Respekt der Diebe vor der Geschichte des Hunsrücks. "Es geht ja auch keiner ans Brandenburger Tor und bricht dort Steine raus, um sie in seinen Vorgarten zu legen", sagt er.
Und was stellt der Dieb mit den Steinen aus der Baldenau an? "Vielleicht baut er damit in seinem Vorgarten eine kleine Mauer", sagt Polizist Schabbach.
Der genaue Tag des Diebstahls ist bisher unbekannt. Klar sei, dass der oder die Diebe die Steine im März abtransportiert haben müssen. Denn erst Anfang des Monats hatte das Burgvolk Baldenau die Brücke um etwa zwei Meter verlegt.
Die Reifenspuren, die zu für Fahrräder zu dick sind und deshalb von schwer beladenen Schubkarren stammen müssen, führen direkt zum jetzigen Standort der Brücke. Klein schätzt den Schaden auf mehrere Tausend Euro, wenn nicht gar auf einen fünfstelligen Betrag.
Bürgermeister Hackethal prüft, inwieweit der Schaden behoben werden kann. Denn schließlich steht an der Burgruine Baldenau am 17. und 18. Mai ein Mittelaltermarkt an, den das Burgvolk und die Gemeinde gemeinsam veranstalten. Klein und seine Mitstreiter des Burgvolkes wollen sich trotz der Diebstähle weiter um die Burg kümmern. "Die Burg braucht Zuneigung, wir machen weiter." cst
Hinweise erbittet die Polizei in Morbach, Telefon 06533/93740.

Extra: Nachricht für Kinder

Im Mittelalter wurden ganz viele Burgen gebaut. Diese standen oft an Grenzen, die die damaligen Ritter und Grafen gezogen haben. Falls Feinde kommen, sollten die Ritter und Soldaten gegen die Eindringlinge kämpfen. Die Burgen hatten immer hohe Mauern und manchmal wie bei der Burgruine Baldenau einen Wassergraben. Wenn die Burg angegriffen wurde, konnten sich die Insassen so besser verteidigen. 1689 gab es einen Krieg, der hieß der Pfälzische Erbfolgekrieg. Damals sind viele Burgen bei uns zerstört worden. cst

Quelle: volksfreund.de

 

 

 

 

 

Morbach.de schrieb:

 

Die Burgruine Baldenau bei Hundheim sieht besseren Zeiten entgegen. Engagierte Menschen aus der Region und Mitglieder einer Mittelaltergruppe machen sich gemeinsam stark dafür, das Wahrzeichen der Gemeinde Morbach zu erhalten. Am Mittwoch wird ein Förderverein gegründet.

Seit 700 Jahren trotzt sie dem Wetter und kriegerischen Zeiten, was natürlich Spuren hinterlassen hat. Dennoch reckt sich die Burgruine Baldenau stolz wie eh und je am Oberlauf der Dhron empor, als imposanter steinerner Zeuge regionaler Geschichte (siehe Extra). Um die Erinnerung an diese Zeit, aber auch das Bauwerk selbst zumindest im Istzustand zu erhalten, soll ein Förderverein gegründet werden. Ermutigt dazu hat das 2014 an der Burg ausgerichtete Mittelalterspektakel.

Gastgeber war die Gruppe "Burgvolk Baldenau", unterstützt von der Gemeinde Morbach und den Heimatvereinen Hundheim und Hinzerath. Das gleiche Team lädt nun am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Mai, zum zweiten Spektakulum ein. Der Erlös fließt, wie der aus der Premiere, in den Erhalt der Burgruine.

Einer der Väter der Initiative ist Axel Schmitt von der Gemeindeverwaltung. "Mir liegt die Burg am Herzen, sie ist unser Wahrzeichen und hat in den letzten Jahren sehr gelitten", sagt er. Der Gemeinde fehle einfach das Geld, sie angemessen zu unterhalten. Von dem künftig jährlich am dritten Mai-Wochenende geplanten Burg-Spektakulum erhofft er sich einen finanziellen Grundstock, "damit uns die Burg nicht kaputt geht".

Das gleiche Ziel verfolgen die Heimatvereine. Nicht das Event, sondern die Burg stehe im Vordergrund, sagt die Hundheimer Vorsitzende Petra Schommer. Schon die jährlich 30 Trauungen in dem Gemäuer rechtfertigten eine "Inwertsetzung".

Mit Wasser- und Stromanschluss sowie kleiner Toilettenanlage "hätten wir viel mehr Möglichkeiten, die Anlage zu nutzen", sagt Schommer. Als mögliche Beispiele nennt sie Konzerte oder Feste mit Kaffee- und Kuchenverkauf.

Das Gelände mit seiner Naturtribüne, die beim 2014er Spektakulum für Theater und Ritterturnier genutzt wurde, ist dafür optimal, obwohl die Wiese teils sehr feucht ist. Dies war mit ein Grund dafür, dass frühere Anläufe, ein Burgspektakel zu etablieren, scheiterten (der TV berichtete).
 Mit den Vereinen und Burgfreunden sowie dem zwölfköpfigen "Burgvolk" stehen engagierte Menschen hinter dem Spektakel. Für Iris Schlüter aus Deuselbach ist die Ruine "etwas Einmaliges". Sie sei überall präsent - in Wappen, Hallen- und Vereinsnamen und sogar in Akten wie denen des Schinderhannes-Prozesses oder dem Heimatepos von Regisseur Edgar Reitz.

Legenden um ein Burg-Gespenst bescherten zudem viele Übernachtungsanfragen aus Amerika. Außerdem sei die Lage toll: "Für Mittelalterfans ist es die perfekte Atmosphäre", sagt Schlüter und spricht vom "erhabenen Gefühl, hier lagern zu dürfen". Abends sei es völlig dunkel an der Baldenau, bestätigt Dirk Rölleke aus Longkamp: "Wir sehen keine Häuser und keine Straßenleuchten", schwärmt er von der Ruhe und der einmaligen Natur ringsum.

Die Gründungsversammlung des Fördervereins der Burg Baldenau ist am Mittwoch, 21. Januar, 19 Uhr, im Hochwald-Café Morbach.
   

Extra

Sie trägt den Namen dessen, der sie zwischen 1315 und 1324 erbauen ließ: Balduin von Trier (1285 bis 1354). Der Kurfürst und Erzbischof aus dem Hause Luxemburg zählte zu den einflussreichsten Köpfen seiner Zeit. Seinen Expansionsdrang belegen Brücken wie in Koblenz und Burgen wie auch die Balduinseck (1325) bei Buch. Mit ihnen sicherte er seine Grenzen gegen Herren wie die von Eltz oder Sponheim. Legendär ist deren Gräfin Loretta, die Balduin erfolgreich trotzte. Sie ließ ihn gefangen nehmen und hielt ihn etliche Monate auf der Starkenburg bei Traben-Trarbach fest. Die Baldenau wurde im Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) beschädigt und 1689 während des Pfälzischen Erbfolgekrieges endgültig zerstört. Ihren restlosen Verfall verhinderten Restaurierungsarbeiten in den 1980er Jahren.

 

 

 

 

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